Wandfarben

Wandfarbe! 5 Geheimnisse, wie Räume optisch effektiv verändert werden!

Wandfarbe! 5 Geheimnisse, wie Räume optisch effektiv verändert werden können!

Durch gezielt eingesetzten  Farben können Sie die Wirkung eines jeden Raumes effektiv verändern. Sie können so Räume  optisch in der Größe verändern. Ein schmaler Flur kann breiter wirken und ein großes Zimmer auch kleiner. Harmonisiert die Farbe mit der Einrichtung und den Accessoires, entsteht ein stimmiges Bild. 

Wie können Wandfarben die Proportionen und den Blickwinkel verändern?

  • 1
    Streichen Sie die Seitenwände in einem Zimmer in einer hellen Wandfarbe, dann gewinnt das Zimmer optisch an Tiefe. Mit kräftigen Farben an den Wänden können Sie einen großen Raum enger und kleiner wirken lassen.
  • 2
    Durch seiden glänzende, helle und kühle Pastelltöne, wirken kleine Räume deutlich größer und weiter.
  • 3
    Mit warmen Natur- Farbtönen schaffen Sie Gemütlichkeit und sorgen für eine angenehme Wirkung. Es lassen sich fast alle Farben dazu kombinieren!
  • 4
    Eine helle Farbe an der Decke, die exakt mit der Wand abschließt, lässt den Raum nach oben offen wirken, so wirkt der Raum viel Höher.
  • 5
    Wenn die Deckenfarbe bis ca. 10 cm tief in die Wände gezogen wird, wirkt dies optisch für ein Absenken der Decke. Wird die Decken mit einer dunkleren Farbe als die Wände gestrichen, wird der Raum optisch auch niedriger.  

Farbkombinationen und Ihre Wirkung

Liegen die Wandfarben im Farbkreis nahe beieinander, dann entstehen Kontraste, die auf den Betrachter ruhig und entspannend wirken. Mögen Sie es etwas aufregender, dann wählen Sie Wandfarben, die im Farbkreis gegenüberliegen. Diese sogenannten Komplementärfarben ergänzen sich und sorgen für lebendige Kontraste. die sich gegenseitig in Ihrer Leuchtkraft unterstützen!

Komplemetärfarben und Ihre Wirkung

Wandfarben richtig mischen

Sie wünschen sich einen bestimmten  Ton für Ihre Wandfarbe, so gibt es verschiedenen Möglichkeiten diesen Wunsch zu realisieren.

Fertig getönte Wandfarbe bekommen Sie in zahlreichen Baumärkten. So können Sie direkt nach dem Kauf mit dem Streichen beginnen. Tipp: Achten Sie auf die Deckkraft der Wandfarbe

In vielen Baumärkten wird auch das Farbmischen nach Ihren Vorstellungen mit speziellen Farbmischmaschinen angeboten. Nach vorhandenen Farbkarten können Sie nahezu alle Wandfarben mischen lassen und so Ihre Wunschfarbe bekommen.

Ihre Wandfarbe können Sie auch mit Abtönfarben selbst mischen. Dazu gebe Sie die gewünschte Abtönfarbe in passender Menge in die weiße Wandfarbe und verrühren alles gründlich. Sie sollten hier immer ausreichend Farbe mischen, denn ein Nachmischen im exakt gleichen Farbton wird Ihnen mit Sicherheit nicht gelingen.

Tipp: Lassen Sie die Farben in einem Fachgeschäft mischen, nach dem NCS-Farbsystem! So erhalten Sie die größte Auswahl an Farbtönen, die Sie immer wieder nachmischen lassen können, durch den NCS- Farbcode! So können Sie auch Lacke oder Bodenfarben in der gewünschten Farbe mischen lassen.

Welche psychologische Bedeutung haben Wandfarben?

Experten sind sich einig, dass Gelb, Orange und Rot für ein Gefühl von angenehmer Wärme sorgt, während die Töne Blau, Grün und Violett eher als kalte Farben gelten.

Rot für den starken Auftritt

In der Natur bedeutet die Signalfarbe Rot Gefahr, in den Räumen setzt diese Wandfarbe jedoch positive Energien frei. Der intensive Farbton sollte jedoch nur an einer Wand genutzt werden, denn sonst wird Ihr Puls unnötig in die Höhe getrieben. Gerade im Esszimmer soll Rot den Appetit anregen, weshalb auch immer öfter Restaurants diese Farbe bei Ihrer Gestaltung nutzen.

Orange lädt ein

Orange verwandelt Ihr Heim in einen attraktiven Ort. Die Wandfarbe ist nicht ganz so krass wie das Rot und sorgt für eine freundliche Stimmung. Orange ist sehr gut für Ihr Wohnzimmer oder für das Kinderzimmer geeignet. Lichtarme Räume bekommen mit dem Farbton nicht nur eine optische Aufhellung, sondern gewinnen auch an Wärme und Weite.

Der Klassiker Gelb

Geld als Wandfarbe sorgt für gute Laune und fördert die Kommunikation, weshalb sich der Farbton für alle Räume eignet. Experten sind sich einig, dass Gelb das Denken positiv fördert. In einem engen Flur sorgt Gelb auch ohne natürliche Lichtquelle für eine angenehme Helligkeit.

Natürliches Grün

Auch wenn Grün erfrischend wirkt, hat es einen beruhigenden Charakter. Mit den zahlreichen Farbnuancen bringen Sie Natur in Ihr Heim. Sehr hübsch wirkt ein helles Grün zu klassischen Möbeln aus hellem Holz.

Die erdige Farbe Braun

Bei der Auswahl der Wandfarbe sollten Sie die braunen Farbtöne nicht aus den Augen verlieren. Dieser Farbton steht für einen natürlichen und rustikalen Charakter und sorgt für Gemütlichkeit. Helle Brauntöne als Wandfarbe wirken leicht belebend, während die dunkleren kompakt wirken.

Die blaue Stunde

Für eine innere Ausgeglichenheit und für Ruhe sorgt eine Wandfarbe in Blau. Dieser Farbton eignet sich daher sehr gut für Ihr Schlafzimmer. Im Esszimmer hingegen wirkt sich ein intensives Blau als fehl am Platz aus, denn es hemmt nicht nur den Appetit, sondern auch die Konversation.

Luxuriös mit Violett und Flieder

Ihre Kinder werden Violett lieben, auch wenn Sie vielleicht eher auf die sanften Nuancen der Wandfarbe stehen. Ganze mutige Menschen greifen auch zu Brombeere oder Aubergine, um einem Raum das gewisse Etwas zu verleihen.

Weiß steht für Klarheit

Weiß in seinen zahlreichen Nuancen lässt die Räume in Ihrem Heim in einem vollkommen anderen Licht erscheinen. Mit Formen und weiteren Farben können Sie tolle Effekte erzielen und jeden Raum individuell nach Ihren Vorstellungen gestalten.

Wie kann ein kleiner Raum groß rauskommen?

Ein kleines Zimmer kann schnell erdrückend wirken. Mit den folgenden Tricks wirkt jedes Zimmer größer.

Verwenden Sie sowohl als Wandfarbe wie auch für die Decke einen hellen Farbton. Der Raum wirkt sofort luftiger und offener. Ideal zu der hellen Wandfarbe passen dunkle oder gemaserte Einrichtungsgegenstände. 

Niedrige und kleine Zimmer sollten in jedem Fall einen weißen Deckenanstrich und eine helle Wandfarbe bekommen. Die Möbelstücke sollten niedrig sein, sodass der Raum höher wirkt.

Mehr Lebendigkeit in kleine Räume bekommen Sie mit einer Wandfarbe mit einem höheren Blauanteil, denn dadurch wird der Raum vergrößert. Der Farbton der Wandfarbe sollte sich idealerweise in der Einrichtung und den Accessoires wiederholen.

Gerade in einem kleinen Raum wirkt ein Heizkörper oft klobig. Mit der Auswahl der richtigen Wandfarbe kann dieser optisch verschwinden. Die Wände sollten im gleichen Farbton gestrichen werden wie der Heizkörper. So wirkt der Raum luftiger und aufgeräumter.

Eine kleine Küche wirkt gleich viel größer, wenn Sie einen hellen Farbton für die Wandfarbe wählen und sich für leichte  und helle Einbauschränke entscheiden. Es sollte ein schöner Kontrast zu den Wänden entstehen, damit sich die Küche etwas abheben kann

Wände streichen wie ein Profi

In nur wenigen Schritten können Sie Ihr Heim mit Wandfarben fachmännisch streichen und verschönen.

Den Raum vorbereiten – Der Raum sollte möglichst leergeräumt sein, damit Sie ohne Probleme alle Wände streichen können. Große Möbelstücke können Sie in die Raummitte rücken. Vor dem Streichen müssen die Fußleisten mit Malerkrepp abgeklebt werden. Der Fußboden sollte mit einer Folie abgedeckt werden. Einfacher geht es mit speziellen Malerfolien, denn damit sparen Sie sich einen Arbeitsschritt.

Befindet sich ein Heizkörper im Raum, dann sollten Sie diesen ebenfalls mit Folie abdecken, damit Sie gefahrlos dahinter streichen können und Farbspritzer vermeiden. Anschließend werden alle Steckdosen und Lichtschalter abmontiert für ein sauberes Ergebnis. Dabei gilt es den Strom auszuschalten.

Fensterrahmen und Türzargen müssen ebenfalls ordentlich mit Malerklebband abgeklebt bzw. mit Folie zugehängt werden. Benötigen Sie Dübellöcher nach der Renovierung noch, so stecken Sie einfach Streichhölzer oder zusammengerolltes Küchenpapier hinein.

Das richtige Werkzeug – Sparen Sie nicht an der falschen Stelle, indem Sie zu billigen Malerrollen greifen. Plüschrollen oder welche aus Vestan hinterlassen Fussel an der gestrichenen Wand. Des Weiteren sollte die Farbrolle unbedingt in den Farbeimer passen oder Sie müssen eine extra Farbwanne besorgen. Ist der Farbeimer ausreichend groß, reicht oft auch nur ein Abstreifgitter, das in den Eimer gehängt wird.  

Wandfarbe Vorbereiten – Vor dem Streichen sollten Sie die Farbe ausreichend umrühren und mit Wasser verdünnen, sodass sich alle Pigmente gleichmäßig verteilen. WICHTIG:  Beachten Sie unbedingt das angegebene Mischverhältnis von Farbe und Wasser! Wandfarben müssen zum Streichen verdünnen werden,  um schöne Ergebnisse zu erzielen!

Wie wird gestrichen - Am besten beginnen Sie bei den Anschlüssen zur Decke und den Ecken. Tauchen Sie den Pinsel maximal 2 cm tief in die Farbe ein. So bleibt nicht zu viel Farbe in den Borsten hängen und hässliche Laufnasen werden zusätzlich verhindert.  Die Farbe sollte im Randbereich allerdings nicht zu dick aufgetragen werden. 

Tipp: verwenden Sie zusätzlich einen kleinen Roller um die Aufgetragene Farbe gut zu verteilen.

Sind nun alle Ecken und Kanten vor gestrichen, beginnen Sie mit der großen Rolle die Flächen zu streichen. Diese wird in die Farbe getaucht und an dem Rollgitter abgestrichen. Der Vorgang muss solange wiederholt werden, bis die komplette Rolle mit Farbe benetzt ist.  Tipp: Mit einer Teleskopstange ersparen Sie sich das Klettern auf Leitern und dergleichen.

Die benetzte Rolle wird nun in Schulterhöhe an der Wand angesetzt, sodass Sie die Farbe durch das nach oben und unten rollen auf der Wand verteilt wird.  Sparen Sie nicht bei der Farbe, tragen Sie genügend Material auf die Wände auf und verteilen Sie alles gleichmäßig. 

Sind nun alle Wände gestrichen, braucht die Farbe Zeit zum Trocknen. Nach ca. 2-4 Stunden je nach Raumtemperatur ist die Farbe trocken und Sie erkennen das fertige Ergebnis. Bei Bedarf muss die Wand ein zweites Mal gestrichen werden. 

Woran erkennt man qualitativ hochwertige Wandfarben?

Wandfarbe ist nicht gleich Wandfarbe. Die Wandfarben werden in unterschiedliche Klassifizierungen eingeteilt. Die meisten Wandfarben sind Dispersionsfarben, die überwiegend aus Wasser, Farbpigmenten und Bindemittel bestehen. Die Menge und Qualität der Bindemittel und Pigmente bestimmt, wie deckend die Farbe ist und wie viel Farbe Sie pro qm benötigen. Beim Kauf sollten Sie also immer auf die Angaben zur Deckkraft und der Abriebfestigkeit achten. Finden Sie dazu keine Angaben, sollten Sie den Kauf der Farbe abwägen, denn unter Umständen bekommen Sie eine qualitativ minderwertige Wandfarbe. Folgende Klassifizierungen sollen Ihnen beim Kauf helfen.

Klasse 1: Deckkraft von mindestens 99,5 %                                                      

Klasse 2: Deckkraft von mindestens 98,0 %

Klasse 3: Deckkraft von mindestens 95,0 %

Klasse 4:  Deckkraft unter 95,0 %

Auch beim Nassabtrieb also der Haftfähigkeit der getrockneten Farbe gibt es solche Einteilungen.

Klasse 1: Höchste Stufe- die getrocknete Farbe färbt nicht ab.

Klasse 2: Scheuerbeständig und besonders strapazierfähig. Farbe eignet sich für stärker beanspruchte Räume.

Klasse 3: Farbe ist wasch-beständig und eignet sich für normal beanspruchte Räume.

Klasse 4 und 5: Farben zeigen einen deutlichen Abrieb und eignen sich bestenfalls für den Keller oder den Abstellraum.

Tipp: 

Verwenden Sie Deckkraft Klasse 1-3, damit Ihre Arbeit sicher ein Erfolg wird.

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